Balkrishna Doshi – Architektur für den Menschen [Ausstellung]

Balkrishna Doshi wurde 1927 in der westindischen Millionenstadt Pune geboren. Er besuchte die School of Architecture in Bombay (Mumbai). 1950 ging er  nach London, um seine Architekturausbildung zu vertiefen. Dort begegnete er Le Corbusier und arbeitete anschließend von 1951-54 in dessen Pariser Büro, als dieser eine Reihe von Großprojekten in Indien betreute, vor allem für …

Jenseits der puren Form – Gedanken zu einem Begriff des ‚Proto-Brutalismus‘

Der Brutalismus in der Architektur ist keine Erfindung des Architektenehepaars Smithson und keine Kanonisierung Reyner Banhams. Wie Anette Busse in ihrem Aufsatz Von brut zum Brutalismus - Die Entwicklung von 1900 bis 1955 herausgearbeitet hat, gibt es erkennbare Vorläufer sowohl in der Gedankenwelt als auch in konkreten Beispielen, die den Brutalismus, wie ihn die Smithsons …

Vorsicht Betonmonster? Brutalismus-Ausstellung in Frankfurt

Mit gewisser Vorsicht ist die Ausstellung 'SOS Brutalismus - Rettet die Betonmonster' zu genießen, vor allem dann, wenn man bereits den hervorragend ausgestatteten Ausstellungskatalog mit zugehörigem Aufsatzband in Händen hält. Im Vergleich dazu hält die Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum tatsächlich kaum etwas bereit, das dem Museumsbesuch gegenüber dem Katalogstudium einen Mehrwert verleiht. Anders verhält es …

CFP: Paesaggio in transizione. Trasformazione, riordinamento e continuità nell’architettura della città italiana tra le due guerre. (Sorrento, 14-17 giugno 2018)

Adalberto Libera: Casa Pigione, Roma, 1933. CALL FOR PAPERS Annual Conference of the American Association for Italian Studies (AAIS) Sant'Anna Institute, Sorrento (Italy), 14-17 June 2018 Deadline: 30 december 2017 https://aais.wildapricot.org/session_proposals [English version see below] Session 24 Paesaggio in transizione. Trasformazione, riordinamento e continuità nell’architettura della città italiana tra le due guerre. Dopo la prima …

croci e fasci – Der italienische Kirchenbau in der Zeit des Faschismus, 1919-1945

Breit angelegte Studie zum italienischen Kirchenbau in der Zeit des Faschismus Die Zeit von 1919 bis 1945 war in Italien geprägt vom politischen und gesellschaftlichen Ringen um eine neue Ordnung. Dabei erwies sich die Herrschaftspraxis des von Mussolini 1922 installierten faschistischen Regimes als Metrum der Entwicklungen. Trotz seiner heterogenen Ideologie gelang dem mussolinischen Faschismus jedoch …

Albert Speer in der BRD – Ausstellung

Am 28. April 2017 öffnet das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg seine Pforten für die Ausstellung Albert Speer in der BRD. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit. Ziel der Ausstellung ist es, der von Speer selbst genährten Legende des geläuterten Zeitzeugen des Nationalsozialismus und deren Erfolg in der frühen Bundesrepublik entgegenzutreten. Das Interesse an Albert Speer ist …

Kirchenbaumeister der Moderne: Otto Bartning – Ausstellung

Der Architekt Otto Bartning war während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der einflussreichsten und produktivsten Neuerer im Kirchenbau. Schwerpunktmäßig mit dem evangelischen Sakralbau in Deutschland beschäftigt hat mit wegweisenden Entwürfen wie der Sternkirche zum Überdenken des liturgischen Raumes und einer damit verbundenen architektonischen Überdenkung der kirchenbaulichen Typologie entscheidend beigetragen. Seine Kirchen, sei es …

Marcello Piacentini urbanista

Studie zum städtebaulichen Werk Marcello Piacentinis Mit der Publikation ihrer 2014 an der Technischen Universität Dortmund vorgelegten Doktorarbeit „Neue Horizonte im Städtebau“ – Die Form der Stadt bei Marcello Piacentini (1881-1960) präsentiert die Berliner Kunsthistorikerin Christine Beese die erste umfangreiche Studie zum vielfältigen städtebaulichen Werk des faschistischen Regimearchitekten Marcello Piacentini. Die Verfasserin untersucht das Wirken …

Funktion oder Fassade, Raum oder Bild – Zur Problematik einer zeitgemäßen Architektur

Am Ende ein Kostümball Anstatt organisch an die großen Traditionen der Baugeschichte anzuknüpfen eröffnen die Architekten des 19. Jahrhunderts, nachdem die Hochtöne des Klassizismus verklungen sind, eine regelrechten ‚Kostümball‘, bei dem alle Stile und Epochen – zuweilen verfremdet und verbogen – der Baugeschichte aufgetragen werden. Diese Epoche des Historismus und des Eklektizismus lässt sich mit …

1914: Geschichtlichkeit und Bruch in der Architektur

Epoch in being Die Spannungen der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg drücken sich besonders eindrücklich in den Spannungen der Kulturlandschaft aus. Insbesondere in der Architektur wird die Redundanz erschöpfter Stilwiederholungen und Stilinterpretationen herausgefordert. Entscheidend ist die Suche nach Antworten auf die sich rasch verändernde Lebenswirklichkeit des frühen 20. Jahrhunderts. Der Bruch mit der baugeschichtlichen Tradition …